Feste feiern - jüdisch und christlich. ROSCH HASCHANA - JOM KIPPUR I EUCHARISTIE / ABENDMAHL

Dienstag, 8. September 2026, 19:00 Uhr
Shalomsaal, Synagoge Münster, Klosterstr. 8-9, 48143 Münster
Sharon Fehr  und Prof. Dr. Clemens Leonhard

Feste feiern      An sieben Abenden, deren Termine sich am jüdischen Festkalender und am Kirchenjahr orientieren, werden jüdische und christliche Referentinnen und Referenten die „benachbarten“ Feste vorstellen, von ihren persönlichen Erlebnissen in Familie und Kirche bzw. Synagoge erzählen, die biblischen, theologischen, historischen Hintergründe erläutern und die Rituale erklären.
„Wir laden dazu ein, Fremdes und Vertrautes in den Religionen wahrzunehmen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und Unterschiede zu würdigen“, so die Vorsitzenden der Gesellschaft Hadassah Geburek, Pfarrer em. Martin Mustroph und Prof. Dr. Johannes Schnocks bei der Vorstellung des Programms.
Alle Themen und Termine finden Sie in unserem Programmflyer.
Heute sprechen Sharon Fehr und Prof. Dr. Clemens Leonhard über Rosch HaSchana – Jom Kippur und Eucharistie / Abendmahl.

 

 

POSTFAKTISCHE NARRATIVE DER AFD I „BÜRGERDENKMAL OHNE BÜRGER“?

Donnerstag. 10. September 2026, 19:00 Uhr
Villa ten Hompel, Kaiser-Wilhelm-Ring 28, 48145 Münster

Jule Richter
POSTFAKTISCHE NARRATIVE DER AFD
Eine Analyse von Plenarreden der AfD im Deutschen Bundestag
Junge Wissenschaft
    Der AfD als rechtspopulistischer Partei wird seit Jahren wiederholt nachgewiesen, falsche oder irreführende Aussagen zu verbreiten. Faktenchecks und wissenschaftliche Analysen dokumentieren diese Entwicklung, können aber nur schwer mit der Geschwindigkeit der Verbreitung entsprechender Behauptungen Schritt halten. Dieses Phänomen des „Postfaktischen“ zeigt sich nicht nur als populistische Strategie, sondern auch als gesellschaftliche Entwicklung – mit Konsequenzen für die Politik, aber auch für gesellschaftliches Vertrauen generell.
Jule Richter nimmt in ihrer Bachelorarbeit diese Entwicklung in den Blick und untersucht, welche postfaktischen Narrative sich in Reden der AfD im Bundestag erkennen lassen. In ihrem Vortrag gibt sie Einblicke in ihre Forschungsergebnisse: Welche falschen Inhalte verbreitet die AfD? Wie hängen diese Narrative mit Verschwörungserzählungen zusammen? Und hat sich das Ausmaß der Falschaussagen im Laufe der vergangenen Jahre verändert?

Judith Thamm
„BÜRGERDENKMAL OHNE BÜRGER“?
Zum erinnerungskulturellen Aushandlungsprozess um ein jüdisches Erinnerungszeichen in Lippstadt (1998-2003)
Junge Wissenschaft   Im öffentlichen Raum erinnern zahlreiche Mahnmale an Verfolgte des NS-Regimes. Sowohl das Holocaust-Mahnmal in Berlin als auch lokale Mahnmale in Kleinstädten sind dabei Ausdruck gesellschaftlicher und politischer Entscheidungen. Während die Erinnerungskultur zum Holocaust in der deutschen Geschichtswissenschaft bereits umfassend erforscht wurde, bestehen auf lokaler Ebene Forschungslücken.
Umso ergiebiger ist ein Blick auf die Entwicklungen in der westfälischen Stadt Lippstadt. 1998 stellte die Gruppe „Frauen für den Frieden“ einen Antrag für ein zentrales Holocaust-Mahnmal. Enthüllt wurde es 2003 im Beisein von Paul Spiegel, dem damaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland. Judith Thamm untersucht in ihrer Bachelorarbeit Konflikte und Kompromisse des Entstehungsprozesses: Wer entschied über den Standort, die Form und die Gestaltung des Mahnmals?

Kooperation mit: Gegen Vergessen für Demokratie, Geschichtsort Villa ten Hompel

 

 

Durchgeführte Veranstaltungen 2026

Weitere bereits in diesem Jahr durchgeführte Veranstaltungen finden Sie im Archiv bei den Tätigkeitsberichten hier…